Verarbeitung

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Milchverarbeitung

Auf dem Haldenhof möchten wir die Milch in höchst möglicher Werterhaltung frisch verarbeiten und an unsere Kundschaft weitergeben. Die kulturellen Errungenschaften in der Milchkonservierung möchten wir in ihrer guten Tradition und im Einklang mit nachhaltigen und modernen Aspekten erhalten und weiterentwickeln.

Mit der Herstellung von Käse und Sauermilch-Produkten konnten schon unsere Vorfahren lebenswichtige Eiweissnahrung* haltbar machen und damit den Winter überleben. Es ist ein gutes Gefühl, die eigene Milch zu guten Produkten zu verarbeiten und direkt der Kundschaft anzubieten. Frischmilch, Käse, Joghurt, Butter und Quark finden sich im Kühlregal unseres Hofladens. Ohne künstliche Konservierungsstoffe „nature“ oder mit einfachen, lokalen und ökologisch vertretbaren Grundstoffen „versüsst“, bieten wir eine stets steigende Anzahl Variationen von Joghurts an. Mager und Vollmilch-Quark lassen wir „nature“. Butter oder allgemein Milchfettprodukte sind bei uns Mangelware mit besonderem Wert. Die milchverarbeitende Nahrungsmittelindustrie hat das Milchfett verludert. Als Nebenprodukt oder „Abfall“ der lowfat-Produkte für den neuen Lifestyle, werden Butter und Rahm zu Schleuderpreisen „verdumpt“. Für den Haldenhof ist die Verarbeitungsarithmetik im geschlossenen System gegeben. Für die Extraktion von Milchfett für Rahm und Butter entsteht Mager- oder entfettete Milch. Die Herstellung von Magermilchprodukten ist für uns eine Herausforderung. Knapp 10% Magermilch kann in gewisse Käsesorten gemischt werden. Ein weiterer kleiner Anteil Magermilch kann zu Magerquark verarbeitet werden. Ohne diese Synergie-Produkte kann Milchfett nicht „subventioniert“ werden. Dann gilt die Verhältniszahl des Milchpreises (Ziel 1.-/Liter Rohmilch ab Kuh). Das bedeutet 10.-/Liter Rahm oder 25.-/kg Butter unter durchschnittlichen Gehalts- und Ausbeutungszahlen. Diese Preise sind ohne Verarbeitungskosten! Rechnen Sie selber!

 

* Der heutige vegane Standpunkt vieler vorab junger Menschen, kritisiert Nutztierhaltung aus einer Position von „gesellschaftlichem Überfluss“ heraus. Wir erkennen die perversen industriellen Tierhaltungsformen aus der Sicht landwirtschaftlicher Professionalität, üben Kritik und beschreiten Alternativen und neue Formen. Die „Humanisierung“ der Hobby-Tierhaltung (Hunde, Katzen, Pferde etc.) und daraus entnommene Vergleiche zur Nutztierhaltung sind gesellschafts-psychologisch erklärbar – für uns aber falsche Projektionen auf unsere Tierhaltung in der Landwirtschaft.