Technische Aspekte

1/1

Haldenhofenergie

Der neue Haldenhof versucht seinen ökologischen Fussabdruck zu verkleinern. Unsere Fotovoltaikanlage hat eine Leistung von rund 100kW Peak. Das Energiezentrum bildet ein rund 20'000 Liter fassender Wasser-Speicher (System Jenny) mit einer Höhe von 7 Metern. Damit können verschiedene Temperaturbereiche bewirtschaftet werden. Die grosse Herausforderung galt der Bereitstellung der Prozessenergie für die Milchverarbeitung. Temperaturen höher als 100 Grad Celsius verlangen nach dichten Energieträgern.

Die Neugestaltung selber hat kaum oder nur schwer vermeidbare wertvolle Energie benötigt. Viel „Grauenergie“ steckt in den Betonbauten. Gewässerschutztechnisch, statisch und bezüglich Feuchtigkeit ist Beton ein ausserordentlicher Baustoff mit überragenden Eigenschaften in den genannten Bereichen. Wir haben ca. 700m3 Holz als erneuerbaren Bau-Rohstoff für die Neugestaltung verwendet. Die Behandlung von Oberflächen haben wir sorgfältig, auch nachökologischen Aspekten ausgeführt. Ein energetisches Augenmerk galt auch der Dauerhaftigkeit der Materialien. Selbstverständlich sind überall gute Wärmedämmungen verbaut worden. Die Energiebereitstellung ist eine Optimierung von erneuerbaren Möglichkeiten mit Augenmass bezüglich ökonomischer Tragbarkeit. Unsere Fotovoltaikanlage hat eine Leistung von rund 100kW Peak. Das Energiezentrum bildet ein rund 20'000 Literfassender Wasser-Speicher (System Jenny) mit einer Höhe von 7 Metern. Damit können verschiedene Temperaturbereiche bewirtschaftet werden. Die grosse Herausforderung galt der Bereitstellung der Prozessenergie für die Milchverarbeitung. Temperaturen höher als 100 Grad Celsius verlangen nach dichten Energieträgern. Wir haben diese Aufgabe mehrstufig gelöst. Die Grundwärme erreichen wir mit der zweistufigen Wärmepumpe oder mit dem Stückholzkessel oder sogar mit Wärmerückgewinnung aus der Kühlanlage. Die höheren Temperaturen realisieren wir vorwiegend mit unserer Solaranlage. Unser Heisswasser-Speichersystem erlaubt die Vorspeicherung - auch von hoher Prozesswärme – bei Verfügbarkeit von Solarenergie. Die Komplexität auf der einen und die Optimierung auf der anderen Seite, verlangen ein ausgeklügeltes Steuerungs-und Überwachungssystem.

Die Nutzung von Automations- und Regeltechnik ermöglicht sinnvolle und effiziente Prozesse. Die zeitliche Staffelung der „Gross-Verbraucher“ und die Berücksichtigung der zu erwartenden Solarerträge, ist teilweise automatisiert. Das effektivste Sparpotential liegt jedoch in der intelligenten Organisation der verschiedenen Prozesse, den Entscheidungen für Prioritäten oder gar in der Berücksichtigung der Wetterprognosen bezüglich Temperaturen und Sonnenschein. In den ersten Jahren studieren wir nun aufmerksam die unterschiedlichen Einflüsse der verschiedenen Faktoren rund um unser Energienutzungsverhalten. Im Austausch mit interessierten Fachleuten diskutieren wir das sinnvolle Optimierungspotential. Vielleicht installieren wir – wenn die Analysen einen Nutzen bestätigen - sogar eine Salzwasserbatterie um kurzfristig überschüssigen Solarstrom zu speichern. Bereits ist unser Hoftrac mit Strom betrieben und die Milch wird über einen Eiswasserspeicher gekühlt. Überschüssigen Solarstrom „verbrennen“ wir im Heisswasserspeicher. Leider zwingt uns die Energiepolitik dies zu tun, weil wir für ins Netz gespeisten Solarstrom nur einen Bruchteil von dem bekommen, was wir für bezogenen Strom bezahlen! Unsere zentrale Kühlanlage funktioniert mit unschädlichem CO2 als Kühlmittel. Den Wasserverbrauch reduzieren wir durch die Nutzung von Regenwasser. Ein fast 500'000 lt. umfassender Grauwassertank versorgt die Gewächshausbewässerung, die WC-Anlagen im Haus und die Waschmaschinen. Die mit Reinigungsmitteln belasteten Abwässer „neutralisieren“ wir im kontrollierten Tank